Was sind neurologische Erkrankungen?

 In der Neurologie werden die Erkrankungen des Nervensystems behandelt. 

Die Organsysteme, die in der Neurologie Berücksichtigung finden, sind das
Zentralnervensystem, also Gehirn und Rückenmark, deren Umgebungsstrukturen
und die blutversorgende Gefäße sowie das periphere Nervensystem, das heißt
die Nerven in ihrem Verlauf außerhalb des Wirbelkanals einschließlich der
Verbindungsstrukturen mit der Skelettmuskulatur. Gerade bei Erkankungen des
Zentralnervensystems sind die Grenzen zur Psychiatrie teilweise fließend.

Die genaue Befragung des Patienten und die an den Beschwerden orientierte körperliche
Untersuchung sind in der Neurologie überaus wichtig. Im Laufe dieser Anamneseerhebung bekommt
der Arzt erste Hinweise auf die Art der Erkrankung seines Patienten. Hierbei leitet ihn
das Wissen um die Funktionsweise des Nervensystems (Neuroanatomie, Neurophysiologie),
das Wissen um Entstehung und Verlauf  der neurologischen Erkrankungen und seine
Erfahrung, der sogenannte klinische Blick für typische Kombinationen von Beschwerden
und Zeichen bei bestimmten Erkrankungen. Aufgrund dieser Hinweise entwickelt er eine Hypothese,
welche Region des Nervensystems geschädigt sein könnte (Schädigungsort im Sinne
einer neurologisch-topischen Diagnostik). Dann veranlasst er eine gezielte Untersuchung,
welche die gebildeten Hypothesen zum Schädigungsort bestätigen oder widerlegen sollte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Neurologie