Depression

Depressiv bezeichnet umgangssprachlich einen  Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. 
In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung. Die Diagnose wird allein nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behandlung depressiver Störungen werden nach Aufklärung über die Ursachen und den Verlauf der Erkrankung Antidepressiva eingesetzt, aber auch reine Psychotherapie ohne Medikation, wie beispielsweise tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Verfahren.

Schizophrenie

Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung. Sie ist durch Störungen des Denkens,
der Wahrnehmung und der Affektivität gekennzeichnet. Die „Negativsymptome“ der Schizophrenie beinhalten
z. B. Depression und Antriebsmangel. Es werden verschiedene Erscheinungsformen unterschieden.
Früher wurden die Schizophrenie und die affektive Psychose unter dem Begriff „endogene Psychose“ zusammengefasst. Zur medikamentösen Behandlung akuter Krankheitserscheinungen, aber auch zur Rückfallprophylaxe werden Medikamente aus der Klasse der Neuroleptika eingesetzt. Daneben kommt auch der Psychoedukation große Bedeutung zu, d.h. Aufklärung über Entstehung und Verlauf der Erkrankung, rechtzeitiges Erkennen von Vorboten drohender Verschlechterung und Vermittlung von Wissen um die Wirkweise der eingesetzten Medikamente.

Demenz

Eine Demenz ist ein erworbener Mangel an  kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, 
der zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer neurodegenerativen  Erkrankung des Gehirns einhergeht. Betroffen sind vor allem das Neugedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung. Erst wenn die Beeinträchtigung länger als ein halbes Jahr andauert kann von einer Demenz gesprochen werden.
Eine Demenz kann sich auf ganz verschiedenen Weise entwickeln; für die Therapie ist die Kenntnis dieser Unterscheidungsmerkmale deshalb sehr wichtig. Mittlerweile sind einige Ursachen von Demenzen geklärt
und somit einer gezielten Behandlung zugänglich. Bei anderen Erkankungsformen kann deren Fortschreiten
zumindest im Anfangsstadium verzögert werden. Die am häufigsten auftretende Demenz ist Folge einer Alzheimer-Krankheit.